Compliance als Führungsaufgabe

Arbeitskreisvorsitzender: Georg Gößwein, LL.M.

Rechtsanwalt Georg Gößwein, LL.M. ist Schiedsrichter, Mediator und systemischer Organisationsentwickler. Er war Chefsyndikus und Chief Compliance Officer von mittelständisch geprägten Unternehmen und General Counsel eines M-Dax Konzerns. Dort hat er u.a. globale Compliance Management Systeme („CMS“) maßgeschneidert und implementiert.
Heute berät und begleitet Georg Gößwein Unternehmen strategisch und operativ u.a. bei der systemischen Entwicklung ihrer Organisation im Hinblick auf Ressourcen schonende wirksame CMS. Compliance als Führungsaufgabe und Performance stehen dabei im Fokus seiner Arbeit. Georg Gößwein publiziert regelmäßig auf dem Gebiet der Compliance und guten Unternehmensführung.

 
 

Business man with binoculars.

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsschwerpunkte

Der Arbeitskreis Compliance als Führungsaufgabe startete auf dem DICO Forum 2016. Dort wurde im Rahmen des Workshops „Beyond Conventional Compliance – Compliance als Führungsaufgabe aus Begeisterung!?“ sehr angeregt und kontrovers diskutiert. Ist es überhaupt vorstellbar, sich für Compliance zu begeistern?!
Begeisterung wird zu Recht als ein Motor des unternehmerischen Erfolgs gesehen. Sie soll helfen, vertrauensvolle Kooperation, Innovation und Produktivität in Unternehmen zu fördern. Wie passt das zu Compliance, welche regelmäßig mit Begriffen wie Bürokratie, Bedenken, Kosten etc. assoziiert wird und gleichzeitig unverzichtbarer Bestandteil unternehmerischen Handelns ist? Studien besagen, dass es 50% der Manager weltweit für gerechtfertigt halten sollen, zur Erfüllung finanzieller Zielvorgaben Vorschriften zu umgehen. Kaum vorstellbar, dass Führungskräfte in diesem Umfeld von der Notwendigkeit von Compliance überzeugt sind, geschweige denn sich dafür begeistern. Die richtige Haltung an der Unternehmensspitze vorausgesetzt, gilt es diesen Widerspruch aufzulösen. Der Arbeitskreis „Compliance als Führungsaufgabe“ möchte auf Führungskräfte zugeschnittene besondere Methoden, Herangehensweisen und Strategien entwickeln und hierdurch nachhaltig Compliance als festen Bestandteil von Entscheidungen im Unternehmen verankern. Dabei ist die Aufgabe durchaus auch als Selbstführungsaufgabe zu verstehen:
Denn konform zu der Tatsache, dass jede gute Führungskraft zunächst einmal sich selbst zu führen hat, um ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden, liegt Compliance letzten Endes in der Verantwortung des einzelnen Mitarbeiters – jede und jeder steht für das Unternehmen und lebt dessen Compliance-Kultur. Der Arbeitskreis bietet auch Compliance-Beauftragten Hilfestellungen um Führungskräfte im Compliance-System besser zu integrieren und somit die Begeisterung zu steigern. Sollte das Ergebnis der Arbeit des Arbeitskreises sein, dass Führungskräfte schließlich zwar nicht begeistert, aber von der Unverzichtbarkeit von Compliance überzeugt sind, wäre dies ein sehr guter Erfolg. Es wäre ein notwendiger Schritt auf dem Weg, Compliance als unternehmerische Existenzgrundlage zu verstehen und schließlich zum Wettbewerbsvorteil werden zu lassen.

II. Der Arbeitskreis „Compliance als Führungsaufgabe“ möchte sich auf folgende Themenkomplexe fokussieren:

Bestandsaufnahme: Wie stehen Führungskräfte zu Compliance?

  • Wie ist die Haltung von Führungskräften gegenüber Compliance und wie ist sie zu
    erklären?
  • Welche Auswirkungen hat sie in der Praxis?
  • Wie wirkt sich die Haltung der Führungskräfte auf das Verhalten der Mitarbeiter aus?

Wie lässt sich die Haltung „Compliance als Führungsaufgabe“ erzeugen/ festigen?

  •  Wie, wann, wodurch wird Compliance zur Führungsaufgabe?
  •  Was steht diesem Ziel entgegen?
  • Wie machen wir Compliance zum persönlichen Vorteil für die Führungskraft?
  •  Woran zeigt sich, dass Compliance als Führungsaufgabe wahrgenommen wird?
  • Wie kann es gelingen, die wünschenswerte Haltung von Führungskräften zu erzeugen und zu festigen?
  •  Wie gelingt ein Kulturwandel unter Führungskräften?
  •  Bedarf es besonderer Herangehensweisen/Strategien, wenn ja welcher, um Führungskräfte mit dem Thema Compliance nachhaltig zu erreichen?
  •  Welche Methoden sind hier dienlich?

 

Arbeitsergebnisse

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