Internationales

hinzmannAusschussvorsitzender: Hanno Hinzmann

Seit 2010 ist Herr Hinzmann angestellter Syndikus-Anwalt bei der SAP SE in Walldorf und leitet dort das Compliance Office für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Mit seinem Team aus internationalen Compliance Counsels kümmert er sich darum, die Effektivität des globalen Compliance Management System der SAP Group sicherzustellen und gleichzeitig die lokalen rechtlichen, kulturellen und sozialen Einflüsse zu berücksichtigen.

Bevor Herr Hinzmann zur SAP SE kam, war er als Syndikus-Anwalt und Berater bei der Deutschen Telekom AG, Großkundensparte T-Systems, sowie bei einer ‚big four‘ und einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig. Dabei hat er sich schwerpunktmäßig mit Internen Untersuchungen und dem Aufbau und der Weiterentwicklung bzw. Prüfung von Compliance Management Systemen beschäftigt.

Herr Hinzmann hat Geschichte und Rechtswissenschaften in Hannover und Köln studiert und wurde in Deutschland, Italien, Spanien und den USA als Anwalt ausgebildet. Herr Hinzmann ist als Autor und regelmäßig als Dozent für Compliance Themen aktiv.

 

21_DICO_7451Stellvertretender Ausschussvorsitzender: Georg Gößwein LL.M.

Georg Gößwein ist Rechtsanwalt und studierte Rechtswissenschaft an der LMU Würzburg und LMU München und erwarb den LL.M. an der Universität Stellenbosch in Südafrika. Er begann seine berufliche Laufbahn bei der Zimmer AG in Frankfurt, als Leiter Recht und Patente und Compliance Officer. Anschließend wechselte Herr Gößwein zur KHS AG nach Dortmund und war dort als Leiter Recht und Patente und CCO tätig. Zuletzt war Herr Gößwein als General Counsel bei der Rolls-Royce Power Systems AG beschäftigt. Davon ca. fünf Jahre als „Tognum AG“ im M-Dax notiert.

Seit 1998 ist Herr Gößwein Mitglied des VDMA Rechtsausschusses, von 10/02 – 10/14 als Vorsitzender, sowie seit 2002 Mitglied des BDI Rechtsausschusses, wo er knapp zehn Jahre Mitglied des Vorstands war. 2003 war er Gründungsmitglied des Arbeitskreises Compliance Management des VDMA und hatte bis Ende 2014 den gemeinsamen Vorsitz inne. Herr Gößwein hat insbesondere auf dem Gebiet der Compliance verschiedentlich veröffentlicht, u. a. zu unterschiedlichen Modellen von Compliance Organisationen, zu der Bedeutung der Compliance Kultur im Unternehmen und zuletzt den FCPA, UK-Bribary Act und das StGB bezüglich einschlägiger Regelungen vergleichend. Herr Gößwein ist Gründungs- und Verwaltungsratsmitglied von DICO – Deutsches Institut für Compliance e.V.

 

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Kurzvorstellung des Ausschuss Internationales

DICO: Was sind die Ziele des Ausschusses Internationales?

Hanno Hinzmann: Eines der vorrangingen Ziele ist der Ausbau der nationalen und insbesondere internationalen Vernetzung von Compliance-Verantwortlichen. Hierfür sollen Kontakte und Kooperationen mit ausländischen Compliance Verbänden, Organisationen und NGOs etabliert werden, die später beispielsweise für eine “Erstorientierung” eines interessierten DICO Mitglieds für ein bestimmtes Land kontaktiert werden können. So sollen auch mit diesen ausländischen Verbänden, Compliance-Organisationen und NGOs gemeinsame Allianzen und Kooperationen gebildet werden, von denen alle Beteiligten profitieren können und um das Thema Compliance weiter, auch in emerging markets, zu etablieren.

Ein weiteres Ziel ist die Etablierung einer Case Study Library. Hier sollen anonymisierte Fälle von ‚erleb-ten‘ Compliance Issues im Ausland abstrakt aufbereitet werden. Die Case Study Library soll anderen Compliance-Verantwortlichen helfen, international lauernde Gefahren frühzeitig zu entdecken und sich angemessen aufzustellen. Potentielle Inhalte können etwa das Verhalten von (Anti-Korruptions-, Wettbewerbs-) Behörden, ungewöhnliche Genehmigungsverfahren, aber auch rein kulturelle Aspekte in bestimmten Ländern sein, die eine Compliance Herausforderung darstellen können.

DICO: Welchen Mehrwert haben Ihre Ausschussmitglieder sowie die übrigen DICO-Mitglieder?

Hanno Hinzmann: Ein Mehrwert ist sicher der Austausch von Know-How und Best Practice im Ausschuss selbst. Wir haben bei DICO eine Vielzahl von exzellenten international tätigen Compliance-Verantwortlichen, die auf jahrelange Erfahrungen zurückgreifen können. Diese wollen wir im Ausschuss systematisch und strukturiert aufbereiten, um diese letztlich natürlich auch den übrigen DICO Mitgliedern zur Verfügung stellen zu können.

Außerdem bieten wir einen Erfahrungsaustausch im Hinblick auf internationale Compliance Konferenzen und Trainings Angebote. Aufgrund der Vielzahl der Angebote ist es gerade für jüngere Compliance Officer oft schwer zu entscheiden, welche Angebote lohnenswert sind. Auch hier sollen natürlich alle DICO Mitglieder von unseren Ergebnissen profitieren.

DICO: Gibt es geographische Schwerpunkte in Ihrem Ausschuss?

Hanno Hinzmann: Wir haben uns im Rahmen des Ausschusses auf einige Zielländer geeinigt, die zunächst vorranging behandelt werden sollen. Auf der einen Seite befassen wir uns mit den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sowie der Türkei, auf der anderen Seite liegt unserer Schwerpunkt aber auch auf den traditionell wichtigsten Handelspartnern Deutschlands in Europa und weltweit. Hier sind für uns die Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und die USA interessant.

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